FACTORING, EINE KLUGE ALTERNATIVE ZUM UNTERNEHMENSKREDIT

Alternative zum Unternehmenskredit

 

Niedrigzinsen setzen Banken unter Druck, Unternehmen leiden unter schlechteren Kreditkonditionen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat letzte Woche bekannt gegeben den Leitzins weiter tief zu halten. Das Zielband für den Dreimonats-Libor beträgt weiterhin -1.25 bis -0.25 Prozent. Somit will die SNB nebst den Interventionen am Devisenmarkt auch weiter mittels Negativzinsen dem Aufwertungsdruck des Schweizer Frankens entgegen wirken.

Diese unkonventionelle Geldpolitik der SNB sorgt zwar einerseits dafür, dass sich die Schweizer Banken bei der SNB zu Negativzinsen mit Geld versorgen können. Andererseits wird es aber für die Banken zunehmend schwieriger im Kreditgeschäft noch Profite zu erzielen. Die Gewinnspanne zwischen dem Zins, den sie für Kredite verlangen können, und den eigenen Finanzierungskosten schrumpft durch die historisch tiefen Zinsen. Dies bestätigt auch Urs van Stiphout, Geschäftsführer der KMU Factoring AG. „Die Geschäftsmodelle der Banken stehen durch die Niedrigzinsen vermehrt unter Druck. Diesen geben die Institute wiederum an ihre Kunden, vor allem aber an die Unternehmen, weiter.“

Des Weiteren gibt Urs van Stiphout zu bedenken, dass günstige Konditionen für Verbraucher und zeitgleich ungünstige für Unternehmen, negative Auswirkungen auf die Konjunktur haben können. „Denn gerade den KMU fehlen wichtige Mittel, damit sie weiter in Wachstum und Innovation investieren können. Deshalb ist es wichtig, dass KMU ihre Finanzierung nicht auf einen Pfeiler alleine stützen.“

 

Factoring als wichtiger Finanzierungspfeiler für KMU

Selbst bei günstigen Kreditkonditionen bräuchte sich Factoring, als Alternative zu den traditionellen Bankkrediten, nicht zu verstecken. Factoring, also der laufende Forderungsverkauf, versorgt KMU mit ausreichender Liquidität, um ihren Geschäftsbetrieb stabil aufrecht zu erhalten. Zudem kann dank Factoring auch ausreichend in neue Wachstumsprojekte investiert werden.

Factoring kann dabei ergänzend zum Bankkredit oder als alleiniges Finanzierungsinstrument eingesetzt werden. In beiden Fällen gewinnt die Unternehmung an Unabhängigkeit, da sie nicht mehr alleine von ihrer Bank abhängig ist. Auch sorgt Factoring für eine Aufbesserung des Bilanzbildes, da die Eigenkapitalquote des Unternehmens erhöht wird. Diese Entwicklung verbessert wiederum die Chancen auf dem Kreditmarkt.

Nebst dem grossen Vorteil der Bereitstellung von kurzfristig liquiden Mitteln, bietet die Full-Service-Variante von Factoring weitere wertvolle Vorteile, welche es KMU und Startups erlauben, besonders flexibel am Markt zu agieren. Beim Full-Service-Factoring profitieren die Unternehmen von einem hundertprozentigen Schutz vor Forderungsausfällen und der Entlastung der eigenen Buchhaltung. Der Factoring-Anbieter übernimmt sowohl das Forderungs- als auch das Debitorenmanagement. Damit ermöglicht Factoring den KMU sich auf ihre Kernkompetenzen zu fokussieren.

 

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